„Schubidu“ oder „Die Wilden 13“?

Um 11 Uhr abends war es endlich so weit. Dreizehn Besessene hatten sich bei völliger Dunkelheit in einem kleinen Raum in Amberg versammelt, um ihre düsteren Pläne zu schmieden. Düstere Pläne? Verschwörung mitten in der Nacht? Sicher, einige werden es vielleicht so sehen. Doch obwohl der Mond in dieser sternklaren, lauen Sommernacht schien, hat dieses ganze Szenario nichts mit Hexenbeschwörung oder Ähnlichem zu tun. Und besessen soll heißen tanzbegeistert, mitgerissen von dem Gefühl, sich zur Musik der fünfziger und sechziger Jahre zu bewegen. An diesem Abend fand die Gründungsversammlung des neuen „Amberger Rock’n Roll Club Schubidu“ statt. Die Zahl „13“ war reiner Zufall.

Auf der Versammlung schritten alle Mitglieder frisch und munter zur Tat. Man einigte sich auf die Satzung, wählte die Vorstandschaft und schon nach einer Stunde knallten die Sektkorken. Wir waren uns ja einig: Wir wollen einen neuen Rock’n Roll Verein.

Von jetzt an ging alles Schlag auf Schlag: ein Notartermin wurde vereinbart und der Verein beim Registergericht angemeldet. Das Wichtigste waren jedoch die Kostüme. Man wollte ja Auftritte tanzen und hatte dies auch schon getan.

Schließlich sind wir keine Anfänger mehr. Alle Paare tanzen schon seit langem Auftritte auf Hochzeiten, Geburtstagen und ähnlichen Festlichkeiten, wenn auch nicht bei „Schubidu“.